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ALLGEMEIN Dienstag 01.09.2009
Können Kunden den Versicherungen noch vertrauen?
Durch die Finanzkrise ist das Vertrauen der Kunden in Versicherungsunternehmen gesunken, viele sorgen sich um die Sicherheit ihrer Lebensversicherungen. Versicherungsvermittler erhalten dagegen stabile Vertrauensvorschüsse. Ausländische Versicherer sind noch weniger gefragt als vorher.
Das Marktforschungs-Unternehmen YouGovPsychonomics AG hat im Rahmen des Kundenmonitors Assekuranz, eine seit 1994 sich regelmäßige wiederholende Untersuchung, repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger befragt, die Entscheider oder Mitentscheider in Versicherungsfragen sind.
Diesmal ging es um das Vertrauen in Versicherungen und um die Frage, ob die Finanzkrise zu einer Vertrauenskrise der Branche geführt hat.
68% der Befragten sagten, dass immerhin im Großen und Ganzen ein Grundvertrauen in die Versicherungswirtschaft gesetzt werde. Vor 5 Jahren betonten noch 73% der Befragten, dass es das oben genannte Grundvertrauen gäbe. YouGovPsychonomics erklärte, dass dies ein "moderater" Rückgang sei, man aber nicht den "Vertrauensverlust der Stammkundschaft" unterschätzen dürfe.
38% (vor 5 Jahren 33%) der Befragten, betonten, dass sie Zweifel haben, ob die Aussage der Versicherungsbranche, nicht von der Finanzkrise betroffen zu sein, wirklich stimme.
67% der Befragten gehen sogar davon aus, dass ihr Versicherer von der Krise betroffen ist und 45% halten den Versicherer dadurch sogar gefährdet. Die Mehrheit betonte, dass ihr Vertrauen in die Renten- und Lebensversicherungen gelitten habe.
44% der Befragten sorgen sich um ihre Rentenversicherung, aber nur jeder Zehnte um die Kfz-Versicherung.
Das Vertrauen in den Versicherungsvermittler blieb jedoch stabil, der Anteil der Skeptiker fiel nur um einen Punkt auf 14%. 88% sind sogar der Meinung, dass man sich auf den Vermittler verlassen könne. Trotz allem verzeichnete man einen leichten Rückgang im Vergleich zu der Studie in 2004.
Die Studie zeigte außerdem, dass trotz aller negativ Publicity die Versicherungsnehmer bezüglich ihrer Altersvorsorge von einem Versicherungsvertreter beraten werden wollen (49%), danach folgen Bank- und Sparkassenberater. Nur 14% der Befragten wünschen sich einen "unabhängigen Finanzberater". Versicherungsmakler bilden das Schlusslicht mit 12%.
Ausländische Versicherer bekommen wenig Vertrauen entgegengebracht und haben durch die Finanzkrise noch einen weiteren Rückschlag erlitten. Am wenigsten wird Versicherern aus Kanada, Großbritannien, Irland und den USA entgegengebracht. Wenn schon ausländische Versicherer, dann werden die aus Österreich und der Schweiz vorgezogen.
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