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LEBENVERSICHERUNG Mittwoch 27.10.2010
Die Lebensversicherung in Zeiten der Krise

 

In Zeiten der Krise fällt es vielen schwer, die Beitragszahlung für ihre Lebensversicherung fortzusetzen, da durch Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit etc. weniger Geld da ist als vorher. Verbraucher haben in dieser Situation verschiedene Alternativen:

Bei einer Kündigung bekommt der Versicherte den Rückkaufwert (mindestens die Hälfte der bereits eingezahlten Beiträge) seiner Police ausgezahlt. Da gerade zu Beginn der Großteil der Beiträge in die Verwaltungs- und Abschlusskosten einfließt, ist bei der Kündigung nach kurzer Laufzeit mit großen Verlusten zu rechnen. Allgemein lässt sich sagen, dass ein Vertragsende durch Kündigung vor allem für denjenigen interessant ist, der schnell Bargeld benötigt.

Eine Laufzeitverkürzung auf zwei oder drei Jahre ist eine Möglichkeit für Verbraucher, die den Vertrag auflösen, aber nicht direkt kündigen möchten. Eine Verkürzung ist normalerweise zwar kein Bestandteil eines regulären Versicherungsvertrags, aber unter Umständen bekommt der Versicherte hier mehr Geld zurück als bei der Kündigung.

Eine Freistellung der Beiträge ist interessant, wenn der Versicherte im letzten Drittel der Vertragslaufzeit angekommen ist und mit der Weiterbezahlung warten möchte, bis sich seine finanzielle Situation wieder verbessert hat. Ebenso ist es möglich, bestimmte Vereinbarungen des Versicherungsscheins fallen zu lassen, zum Beispiel eine miteingeschlossene Dynamikentwicklung oder eine mitvereinbarte Zusatzversicherung.

Die letzte Alternative ist, seine Lebensversicherung zu verkaufen. In der Regel erhält der Versicherte hier zwischen zwei und fünf Prozent mehr als bei einer Kündigung. Chancen, einen Käufer zu finden, haben aber meistens nur diejenigen, deren Vertragsrestlaufzeit unter 15 Jahren beträgt und mit einem Rückkaufswert von etwa 10.000 Euro aufwarten können. Verbraucher sollten Kaufangebote unbedingt kritisch prüfen, da es hier viele unlautere Angebote gibt. Hat man sich für einen Käufer entschieden, sollte man eine Komplettauszahlung in bar fordern und sich keinesfalls auf Ratenzahlung einlassen. So ist sichergestellt, dass man sein Geld auch wirklich bekommt und nicht auf leeren Versprechungen sitzen bleibt.

 

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