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ALLGEMEIN       Mittwoch 06.10.2010
Europaweiter Insolvenzschutz für Versicherungsnehmer

 

Europäische Versicherer sollen künftig 1,2% ihrer Prämieneinnahmen als Sicherung einzahlen, das plant die EU-Kommission. Somit soll gesichert sein, dass Versicherte europaweit besser vor möglichen Insolvenzen von Versicherungsunternehmen geschützt sind. Der Vorschlag ist mit Sicherheit sinnvoll, denn es gibt derzeit 13 EU-Staaten, die bisher noch keine Schutzmaßnahmen für Verbraucher festgelegt haben.

In Deutschland dagegen gibt es seit 2003 solche Vorrichtungen: Die Auffanggesellschaft Protektor springt im Insolvenzfall für Lebensversicherer ein und Medicator wurde für die private Krankenversicherung gegründet.

Versicherungsexperten sehen die Pläne kritisch, da allgemeine (Schaden)Versicherungen  nicht mit Lebensversicherungen etc. vergleichbar sind. Hier gibt es keine langfristige Versorgungskomponente und somit auch weniger Grund, Verbraucher über lange Zeit abzusichern. Ein weiteres Gegenargument von Seiten der Branchenkenner ist natürlich der hohe Kapitalbedarf, der nötig sein wird, um alle Risiken abzudecken. Allerdings lässt sich nicht verleugnen, dass mit Durchsetzung des Vorschlags eine neue Aufsichtebene in der europäischen Versicherungsbranche eingeführt würde und somit ein durchgehender, positiver Verbraucherschutz gewährleistet wäre.

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