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ALLGEMEIN       Montag 22.02.2010
Leichter Anstieg des Krankenstands 

 

 

Eine aktuelle Statistik des BKK Bundesverbandes belegt einen leichten, aber kontinuierlichen Anstieg der Krankenstände. Der BKK Bundesverband analysiert jedes Jahr die Krankenstände von etwa 6,5 Millionen Menschen, was bedeutet, dass etwa jeder Vierte erfasst wird. Nach Aussagen den BKK Bundesverbandes bildet dies repräsentativ den Krankenstand für Deutschland ab.

Die Ergebnisse des diesjährigen 33. Gesundheitsreports zeigen, dass die Zahl der krankheitsbedingten Fehltage in 2008 auf 13,4 Tage anstieg. In 2006 lag die Zahl der Krankheitstage bei 12,4, (bestes Ergebnis in 30 Jahren).

Vier Krankheitsgruppen entfielen auf mehr als 2/3 aller "krankgeschriebenen" Fehltage:

  • 26,3% Muskel- und Skelett-Erkrankungen

  • 15,7% Atemwegserkrankungen

  • 14,1% Verletzungen und Vergiftungen

  • 10% Psychische Erkrankungen

Die psychischen Erkrankungen weisen die gravierendsten Steigerungsraten auf. Besonders bei Arbeitslosen verdoppelten sich die Krankheitstage, die auf psychische Leiden zurückzuführen sind, bei den Arbeitslosengeld-I-Empfängerinnen liegt der Anteil sogar bei 29%.

Aber auch zahlreiche Berufsgruppen wie Pflegekräfte, Schienenfahrzeugführer/innen, Telefonisten/innen, Sozialarbeiter/innen und Sozialpädagogen weisen starke Risiken psychischer Krankheitsbilder auf.

Die Verordnungen für Antidepressiva und Psychopharmaka nahmen in erheblichem Umfang zu, bei Bankangestellten zum Beispiel stieg die Zahl der verordneten Antidepressiva seit dem Jahr 2004 auf 123% an. Auch Führungskräfte und qualifizierte Fachkräfte zeigen überdurchschnittlich steigende Zahlen an psychischen Erkrankungen. 

Bezüglich der Betriebsgröße ist zu erwähnen, dass Mitarbeiter in kleineren Betrieben die niedrigsten Zahl an Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigungen vorlegten. Laut Statistik stieg mit den Betriebsgrößen auch die Zahl der Krankschreibungen. Ab einer Größe von 5.000 Arbeitnehmer sanken die Krankschreibungen wieder leicht.

 

 

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