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ALLGEMEIN Dienstag 14.10.2008
AIG und Finanzkrise: In der Not gehen 1.000 Freunde auf ein Lot

 

Bevor sich Industriekunden und die Maklerschaft weiterhin das vielzitierte Maul zerreißen und Versicherer die AIG als Mitversicherer hintenrum diskreditieren, ein paar sachliche Argumente:

- Das Sach- und Haftpflichtversicherungsgeschäft bei der AIG ist gesund.

- Betroffen ist lediglich eine Geselllschaft der AIG, die den Ausfall von Hypothekarkrediten versichert hat.

- Selbst wenn AIG im Rating abgestuft würde, ist das noch kein Grund zur Beunruhigung. Da gab es auch in der Vergangenheit Fälle, wie z.B. Gerling, dem trotz allem die Kunden treu geblieben sind. Das Gleiche galt bei den Problemen der Zürich Anfang dieses Jahrhunderts. Kein Kunde und kein Mitversicherer wurden geschädigt.

- Alle sollten sich einmal überlegen, welchen valablen Partner sie mit der AIG haben, der auch und insbesondere mit vielen Innovationen geglänzt hat, eine Tugend, die wir bei den kontinentaleuropäischen Versicherern vergeblich suchen. Wir erinnern nur an die letzte Geschichte, die der Spionageversicherung.

- Sowohl die Industriekunden als auch die Maklerschaft sind sicherlich gut beraten, die AIG nach allen Kräften zu unterstützen, denn einen flexiblen Versicherer wie die AIG benötigt der Markt.

Es scheint vergessen worden zu sein, dass eine Gesellschaft, die es schafft in den Segmenten wie z.B. D&O neben einer Vorreiterrolle einen Marktanteil von 67% weltweit zu haben, es auch schaffen wird, die jetzigen Probleme zu lösen.

Ergo: Die wahren Freunde zeigen sich erst in der Not.

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