4. Alternativer Risikotransfer

 

Alternative Risikotransferkonzepte ermöglichen sowohl die Absicherung nicht oder nur schwer versicherbarer Risiken wie auch die verstärkte Partizipierung Ihres Kunden am eigenen Risiko. Denken Sie hierbei nur einmal an Pharma- oder US-Waffenrisiken.

Das ART-Produkt bietet Ihnen eine Lösung zur Finanzierung von potentiellen Schäden. Das Risiko eines Schadeneintrittes trägt Ihr Kunde, nicht der Versicherer. Dieser finanziert den Schaden lediglich vor. Mit Ausnahme des zeitlichen Risikos übernimmt er kein eigenes Risiko oder nur in einem geringen Umfang.

Das Prinzip funktioniert wie folgt:

  • Ihr Kunde zahlt jährlich eine Prämie an den Versicherer, die als Finanzreserve Ihres Kunden angespart wird.
  • Treten Schadenfälle ein, werden diese aus der Finanzreserve gezahlt. Reicht das Finanzpolster nicht aus, streckt der Versicherer den fehlenden Betrag vor. Ihr Kunde zahlt ihm diesen Betrag durch künftige Prämien zurück.
  • Treten keine Schadenfälle ein, erhält Ihr Kunde sein Geld abzüglich der Finanzierungs- und Administrationsgebühr des Versicherers zurück.

Klicken Sie hier, um das Prinzip des alternativen Risiko-Transfers besser zu veranschaulichen.

Der Vorteil des Konzeptes besteht darin, dass der Versicherer die Schadenzahlung vorfinanziert und das Risiko wieder kalkulierbar wird.

Ihr Kunde trägt das Risiko, dass ein Schaden eintritt. Der Versicherer trägt nur das Risiko, wann der Schaden eintritt. Tritt der Schadenfall zu Beginn ein, muss der Versicherer einen höheren Betrag vorfinanzieren, als wenn der Schaden erst nach einigen Jahren eintritt und gegebenenfalls durch die aufgebaute Finanzreserve reguliert werden kann.

Möchte Ihr Kunde das Risiko nicht vollständig selbst tragen, kann eine Captive einen Teil seines Risikos übernehmen. Das Katastrophenrisiko wird im Versicherungsmarkt abgesichert.

ART-Konzepte verstehen sich immer als ein langjähriges Engagement, da durch jährliche Zahlungen eine Finanzreserve für mögliche Schäden aufgebaut wird.

Zur Verdeutlichung ein Beispiel:
Unternehmen A stellt Steuerungskomponenten her, die zu 80 % in Schiffen eingesetzt werden. Eine Produkthaftpflichtversicherung wird aufgrund des hohen Risikos von den Versicherern nicht angeboten. Mit dem Versicherer V wird daher ein ART-Konzept vereinbart. Für das Produkthaftpflichtrisiko stellt V ab 01.01.2007 eine Summe von € 30 Mio. für alle Schadenfälle insgesamt zur Verfügung. Die Jahresprämie beträgt € 2 Mio. Tritt ein Schadenfall ein, zahlt A die von V regulierte Schadensumme im Laufe von mehreren Jahren durch die im Schadenfall auf € 3,5 Mio. erhöhten Jahresprämien zurück. So würde eine Schadenzahlung des V über € 12,5 Mio. in 2010 durch die Prämienzahlungen von A erst in 2012 kompensiert. Tritt kein Schadenfall ein, erhält A 80 % der gezahlten Prämien zurück.

James nennt Ihnen gerne spezialisierte Unternehmen, die gegen Honorar eine ART-Machbarkeitsstudie, die Feasibility Study, für Sie und Ihren Kunden erarbeiten.

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