Dread-Disease-/Critical-Illness-Versicherung
Was ist versichert?
Fest definierte schwere Krankheiten, z.B. Krebs, sind versichert und zwar in dem Sinne, dass die Versicherungssumme fällig wird, sobald die Diagnose feststeht. Die Übersetzung "Schwere-Krankheiten-Versicherung" ist etwas holprig, deswegen nutzen wir den englischen Namen.
Versicherungsumfang
Markttransparenz gibt es nicht, da in Deutschland, der Schweiz und in Österreich nur wenige Versicherer dieses Produkt anbieten und der Kunde sehr selektiv bestimmte Krankheiten versichern kann wie Parkinson, Lungenerkrankung, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Auch die Folgen von schweren Unfällen sind versicherbar. Zurzeit bieten einige Versicherer zwischen 5 und 46 Krankheitsbilder.
Wer benötigt diese Versicherung?
Es ist sehr schwierig, Menschen diese Versicherung nahe zu legen. Niemand beschäftigt sich gern mit schweren Krankheiten, die ihn betreffen könnten. Eines lässt sich jedoch generell sagen, sie kann selbstverständlich zur Kreditabsicherung und für die Absicherung Ihrer Existenz und der Familie genutzt werden.
Die Dread-Disease/Critical-Illness-Versicherung ist sicherlich eine gute Alternative zur Keyman-Versicherung, die Führungskräfte oder Spezialisten eines Unternehmens für die Fälle Tod und Invalidität durch Unfall oder Krankheit deckt.
Abgrenzung zu anderen Versicherungen
Prämie
Die Prämie basiert auf den Kriterien:
- Alter
- Geschlecht
- Laufzeit
- Vorerkrankungen
- Versicherungssumme
Steuerliche Implikationen
Wenn Sie als Privatperson diese Versicherung selbst bezahlen, sind die Prämien steuerlich über Vorsorgeaufwendungen absetzbar, sofern die Höchstbeträge nicht bereits überschritten wurden, was sicherlich in den meisten Fällen der Fall sein wird.
Auch hier gilt der allgemeine Grundsatz, dass die Versicherungsleistung steuerfrei ist, wenn die Versicherungsprämien nicht vorher steuerlich wirksam abgesetzt wurden.
