10.6 Eigener Versicherungmakler/Captive Broker
Dies ist eine primär deutsche und österreichische Spezialität. Die Idee dafür hatte ein deutscher Industrieversicherer in den 60er Jahren, er wollte dadurch verhindern, dass Versicherungsmakler stärker ins Industriegeschäft vordringen. Sein Hintergedanke war, dass der Inhouse Broker ein sicherer Kantonist sei, wenn er durch einen Versicherer besonders gepflegt werde. Folglich übernahm dieser Versicherer weitgehend die Arbeit des Inhouse Maklers. Dessen Treue wurde belohnt mit "Wining and Dining" sowie "Travelling", Dinge, die nicht unwesentliche Parameter des Gesamtkonzeptes waren.
Sie können sich darauf verlassen, dass die US-amerikanischen Unternehmen sofort Inhouse Broker hätten, wenn sie sähen, dass man damit betriebswirtschaftlich sauber Geld verdienen könnte. Es gibt keinen einzigen Inhouse Broker in den USA. Das sollte den CFOs der Unternehmen im deutschsprachigem Raum, die sich Inhouse Broker leisten, wirklich zu denken geben.
Bitte beantworten Sie sich die Frage: Wollen Sie sich eine zusätzliche Haftung in Ihrem Unternehmen aufladen für potentielle Fehler Ihres Inhouse Brokers? Der externe Makler haftet.
Stellen Sie ganz einfach gegenüber
- die Gesamtkosten des Inhouse Brokers einschließlich Kosten für die Erstellung der Bilanz
- Haftung
- Kompetenz
- Know-how und zwar einerseits das Ihres Inhouse Brokers, andererseits das eines externen Maklers
Wir wissen, dass es einige wenige Inhouse Broker gibt, die erstklassige Fachleute haben. Nur, ob man deswegen den Apparat einer eigenen Versicherungsmaklerfirma benötigt, muss hinterfragt werden.
Die Courtage, die der Inhouse Broker erhält, ist, das dürfen Sie nicht vergessen, in der Prämie enthalten und Sie zahlen die Prämie. Wenn nun Erträge erwirtschaftet werden, dann basieren Sie auf von Ihnen finanzierten Courtagen.
