3.2 Schadenverhütungskonzepte
Integritätstests
Für Neueinstellungen gibt es einen guten Integritätstest sowie ein Risk Management Konzept von James. Bitte wenden Sie sich an info(at)james.ag.
Der Test misst die Integrität eines Bewerbers hinsichtlich kontraproduktiver Verhaltensweisen, wie z.B. unerlaubten Fehlzeiten, Betrug oder Korruption, Diebstahl, Alkoholkonsum am Arbeitsplatz, Aggressionen gegen Kollegen etc.
Wie unabhängige Untersuchungen immer wieder bestätigen, ist diese Art von Integritätstests auch bestens geeignet, überdurchschnittliche berufliche Leistung vorherzusagen.
Die renommierte Wirtschaftspsychologin Deniz S. Ones formulierte es so: "Auch wenn die meisten Integritätstests ursprünglich entwickelt wurden um Diebstahl zu prognostizieren, insbesondere die offenen Verfahren, können sie sehr wohl auch die allgemeine berufliche Leistung (overall job performance) vorhersagen." (Ones & Viswesvaran, 2001)
Der Integritätstest wurde von der Arbeitsstelle für Forensische Psychologie der TU Darmstadt, der Abteilung für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Regensburg und der Unternehmensberatung Team Psychologie & Sicherheit, Düsseldorf, entwickelt. Er besteht aus 161 Fragen, die Bearbeitung dauert ca. 30 bis 45 Minuten.
Wenn Sie ein registrierter Benutzer sind, können Sie sich direkt einloggen und den Bewerber die Fragen beantworten lassen. Wenige Minuten nachdem der Test bearbeitet wurde, erhalten Sie die Auswertung. Den Integritätstest gibt es auch als Papierversion.
Durch die Standardauswertung bekommen Sie eine zuverlässige Einschätzung des Bewerbers, die Pro-Auswertung erlaubt Ihnen zudem, das Profil des Bewerbers individuell auszuwerten, ob er auf die von Ihnen ausgeschriebene Stelle passt. Es werden 14 Persönlichkeitseigenschaften bzw. Einstellungen des Bewerbers erfasst, die sich für die Einschätzung der Integrität als bedeutsam erwiesen haben.
Es ist zu beachten, dass der Bewerber, sollte er nicht eingestellt werden, ein Recht auf Vernichtung der Unterlagen hat. Außerdem hat er ein Recht darauf, das Ergebnis zu erfahren. Besteht ein Betriebsrat, ist dieser über die Einsetzung des Tests und seine Details zu informieren.
Sie können sich auch gerne auf der Internetseite www.pit-test.com informieren und selbst einen Test durchführen.
Mitarbeiter Risk Management oder die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers
Wenn zu Ihrem Konzept gehört, die Leistungsfähigkeit eines Mitarbeiters bis zur bitteren Neige auszupressen, dann brauchen Sie natürlich nicht weiterzulesen.
Für die anderen gelten ein paar Grundsätze, die sich aus der Ethik des Abendlandes und dem demographischen Problem ergeben, dass in den Industrienationen die Fachleute langsam ins Rentenalter kommen. Folglich gilt es mit den Mitarbeitern so umzugehen, dass diese möglichst lange im Interesse des Unternehmens erhalten bleiben.
Dazu gehört ein schlüssiges Konzept bestehend aus:
- Kultur des Unternehmens,
- daraus abgeleitet Verhaltensmaßregeln,
- adäquater Versicherungsschutz.
James hat hierzu ein Konzept, das wir Ihnen gerne vorstellen würden.
Zu den Versicherungsaspekten bedarf es einiger, nicht teurer, Investitionen in die Personenversicherungen. Wir wollen hier nicht mit dramatischen Appellen Fürsorgepflichten reklamieren. Bitte denken Sie lediglich an eine existenzsichernde Basisversorgung, die Sie für die Mitarbeiter finanzieren sollten, insbesondere für jene Mitarbeiter, die bestimmten Risiken durch Reisen und die Berufstätigkeit ausgesetzt sind.
Natürlich gibt es die gesetzliche Unfallversicherung, sie ist aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wir möchten Ihnen die Vorwürfe ersparen, die Ihnen gemacht werden, wenn zwei junge Mitarbeiter mit Kleinkindern zu Hause auf einer Geschäftsreise in Malaysia tödlich verunglücken und Ihre Personalabteilung nur eine viel zu niedrige Unfallversicherung mit € 50.000,- Versicherungssumme im Todesfall abgeschlossen hat.
Globalisierung, die internationalen Auswirkungen von Krisen sowie die Häufung von Katastrophen und das leider omnipräsente Terrorthema zeigen eine völlig neue Dimension im Schadenumfang und in der Schadenentstehung.
Diese und andere Ereignisse erfordern ein neues Bewusstsein gegenüber den Personenversicherungsrisiken im Einklang mit einem Verantwortungsbewusstsein der Arbeitgeber gegenüber ihren Mitarbeitern.
